Zwischen Flamingos und Flamenco

 19.10.2018
AfterWork Party auf der Autobahn, mit Etappenziel Camargue. 3 Stunden Schlaf an einer Autobahntanke, dann 2 Madeleines und 2 Kaffee und ab in die alte Hippie-Metropole Saintes-Maries-de-la-Mer. 
2 Tage am Camping Cotes du Rhone, wandern und Rad fahren. Hier teilen sich um diese Jahreszeit populatorisch Fliegen und Falmingos Platz eins. Wäre die Sonne nicht da könnte man sich in Prielen und Sandbänken glatt orientierungslos verlaufen.

22.10.2018
Weiter Richtung Spanien nach Roses. Die Küstenstraße von Frankreich nach Spanien ist ein wahres Motorrad-Eldorado. Die wundervollen kleinen Bergstraßen am Meer fordern fahrerisches Können. Wir verbringen eine stürmische Nacht im Outback mit Blick auf Roses.

23.10.2018
Lange Etappe, fast 1000 km unser Ziel: Cabo de Gata, Las Negras Camping. Die Straße zum Campingplatz hat deutliche bessere Zeiten gesehen, teilweise scheint sie einfach weggespült. Erst Tage später erfahren wir von den Unwettern über Andalusien. Nach der riesen Etappe verbringen wir zwei Nächte auf dem lovely leeren Camping. Den Tag mäandernd wir laufender Weise die Küste entlang und genießen das Bad am kiesigen Adam und Eva-Strand im Mittelmeer. 

25.10.2018
Auf gehts in Richtung Wüste Tabernas, Texas Hollywood lassen wir links liegen und auf die bewohnten Höhlen an der Autobahn erhaschen wir nur einen kurzen Blick.
18 km vor Granada fahren wir auf einem Camping der von süßen Junghippies geführt wird. Manche Menschen nehmen den schwarzen Afghanen hier wohl noch wörtlich. Als Ossi braucht man den Viebeiner wohl noch an Bord des Womos. Der Reiseführer preist Spanien als Land an, indem man – ortsunabhängig – gut essen kann. Eine Ausnahme gibt es: die Kneipe am Platz, auch in Spaniens gibt es echt schlechtes Essen 🙁 

26.10.2018
Die Navigateuse findet den versteckten Mirador mit Blick auf die Alhambra!! Super!!!Toll!!
Eine kleine Stadtrundfahrt in Granada bringt uns zu der Erkenntnis, dass alle in Deutschland ausrangierten Diesel in und um Granada eine neue Heimat gefunden haben. Die gelbe Dunstglocke über der Stadt zeigt dies nachhaltig.
Auf durch fantastische Bergwelten, vorbei an weißen Dörfern weiter zum Camino del Ray. Der ist wegen Unwetterschäden gesperrt!! Außerdem gibt es Karten echt nur viele Wochen im Voraus übers Internet. Wir treffen dort auf ein portugiesisches Pärchen, die sehen wollen wo man eindrucksvoll sterben kann. 
Ronda CP. Am Abend per Pedes Sightseeingtour durch Ronda, die bestechende Architektur und das tolle Eis können das miese Charma dieses Ortes kaum wettmachen. Schlechter Platz – schlechter Schlaf bewahrheitet sich hier!!
Klar, dass wir Morgens bei Schiffwetter zusammenpacken!!!

27.10.2018 
Von Ronda über die Straße der 1000 Kurven nach Zahara. Die Geier passen auf, denn wer von Straße abkommt wird gefressen. Erdrutsche und halbverschüttete Straßen überall!!! Der Straßenbauer in Andalusien muss sich erstmal keine Gedanken über Langeweile machen.
Der absolute Hit, Camping am Atlantik in Bahia de la Plata am traumhaften Sandstrand! 

29.10.2018
Über den schönsten Strand bei Punta Mala – jedenfalls der Teuerste – geht es weiter nach Tarifa und San Roque. Punta Mala ist eine Ansammlung von Geld, Golfplätzen und zu dieser Zeit Luxusgeistervillen erster Sahne. Die Gegend wurde vor 35 Jahren von Deutschen entdeckt und erschlossen.
Ab nach Tarifa in die Altstadt. Die engen Gassen in der Altstadt sind malerisch und auf der Meeresseite können wir Marokko sehen, zum Greifen nah. Alles ausserhalb der Stadtmauern hat den Flair einer x-beliebigen Kleinstadt.
Tip: In der kleinen Markthalle essen und trinken. Unscheinbar, dennoch mit das leckerste Essen unserer Reise. Den Geldbeutel strapaziert es wenig, es ist günstig (nicht billig :-)).
Navigation ist alles, wir finden den megacoolen Schlafplatz an der Küste, einsam ist es, mit Aussicht auf Gibraltar und Afrika!!! Diese Nacht mit stürmischen Dauerregen ist der ultimative Dachzelttest.

30.10.2018
Nach dieser stürmischen Nacht geht es im Starkregen weiter in unser Lieblingsgebiet, Cabo de Gata. Stundenlang fahren wir durch Urbanisationen, zu dieser Jahreszeit – Geisterstädte die nur zwei, maximal drei Monate besiedelt sind.
Dann, nach den Urbanisationen kommen die weißen. Nein, nicht die berühmten Dörfer, die Gewächshäuser! Hunderte Kilometer Tomaten, Tomaten und Gurken, ab- und zu mal Oliven. Monokultur ist so erschreckend.
Am Camping Los Escullos verbringen wir drei Tage.  
Tip: Küstenwanderung und aussichtsreiche, steinreiche Radtour über die Berge nach San José und zum Strand Playa de Los Genoveses.

02.11.2018
Den selben Weg zurück nach Hause ist ja laaangweilig, also eine neue Route … über die Pyrenäen ist die Planung. Die Navigatöse lenkt über Valencia nach Saragossa und dann spät Abends nach Embalse de la Sotonera. Übernachtung vor einer Kneipe am See, very  romantisch.

03.11.2018
Weiter weiter, immer weiter. Es geht in die Höhe, wunderschön über die Pyrenäen. Klasse Landscape, tolle und neue Blicke hinter jeder Kurve, das alleine wäre einen Urlaub wert. Am frühen Abend – ja es ist noch hell – erreichen wir unser Ziel. Aber Ohh Schreck, mit einer Dusche wird das nix, alle Campings geschlossen. Dann halt ein Parkplatz, ab Ende Oktober zum Übernachten freigegeben.  
Ach ja – wir stehen bei der Dune de Pilat, der größten Düne Europas am Atlantik – mega!

04.11.2018
Frühsport ohne Frühstück. Die Düne erklimmen ist anstrengend, besonders wenn die ausgesuchte Stelle die steilste ist. Die Schenkel brennen, die Lunge pfeift, trotzallem, oben ist alles vergessen. Eine nahezu leere Düne in der morgendlichen Kälte (gefühlte Minusgrade inclusive Starkwind). Weiter ins Limousine nach Lissac-sur-Couze. Eine kleine Bar, ein oder zwei Bier, Augen zu und gute Nacht :-)

05.11.2018
Letzte Übernachtung im nebelverhangenen Bad Bellingen im Blackwood Forest. Camping Lueg-ins-Land hat ganzjährig geöffnet, die Duschen sind heiß und luxeriös.

06.11.2018
Durch den Schwarzwald über „Schauinsland“ nach Hause – Ende Gelände.
Ein toller Roadtrip geht zu Ende, 6400 Km gefahren (ohne die Radtouren :-)) —> Schee wars

 

 

 

 

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